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D Dimere Wert Tabelle?

D Dimere Wert Tabelle
Normwerte

Männlich oder weiblich (nicht schwanger)* < 500 µg/l
1. Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) < 701 µg/l
2. Trimenon < 1.205 µg/l
28. – 32. SSW < 1.672 µg/l
32. SSW – Ende < 2.584 µg/l

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Welcher D-Dimer Wert ist gefährlich?

Lungenembolie – Zur Abklärung einer Lungenembolie empfiehlt ein internationales Ärzteteam den Einsatz eines altersangepassten D-Dimer-Tests als Ergänzung zum Wells-Score. Veröffentlicht: 25.07.2014, 05:52 Uhr GENF. Die Messung der D-Dimere im Blutplasma gehört neben dem Wells-Score zu den Standardverfahren zur Abklärung einer Lungenembolie (LE).

  • Für die meisten kommerziell verfügbaren D-Dimer-Tests wird ein Schwellenwert von 500 µg / l angegeben; Werte darunter sprechen im Kontext mit klinischen Parametern mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen eine Lungenembolie.
  • Mittlerweile gilt jedoch als gesichert, dass die D-Dimer-Werte mit zunehmendem Alter ansteigen.

Der Angiologe Dr. Marc Righini und sein Team von der Universität Genf gehen davon aus, dass der klinische Nutzen des Tests aus diesem Grund vor allem bei älteren Patienten reduziert ist. Die Forscher verwendeten für ihre aktuelle Studie daher einen Schwellenwert, der in Abhängigkeit vom Alter berechnet wird, nach der simplen Formel Alter x 10 ( JAMA 2014; 311(11): 1117-1124 ).

  • Angewendet wird dieser bei Patienten jenseits des 50.
  • Lebensjahres.
  • Der modifizierte Cut-off konnte bereits in einer retrospektiven Analyse validiert werden; was noch ausstand, war die Bestätigung durch eine prospektive Studie.
  • Diese legten die Schweizer jetzt vor.
  • Wie Righini und Kollegen berichten, resultierte der Einsatz des modifizierten Schwellenwerts in einem absoluten Anstieg des Anteils der Patienten mit negativem D-Dimer-Test um 11,6 Prozent.

Bei Patienten über 75 machte sich der Nutzen des altersangepassten Cut-offs besonders deutlich bemerkbar: Hier verfünffachte sich die Rate der Patienten, bei denen eine LE ohne weitere Bildgebung ausgeschlossen werden konnte.

Wann ist D-Dimer zu hoch?

Welchen D-Dimer-Wert sollten Männer aufweisen? – Untergrenze: 20 Mikrogramm pro Liter (µg/l) Obergrenze: 400-500 Mikrogramm pro Liter (µg/l) Bei älteren Personen (über 50 Jahren) gilt mittlerweile als Höchstwert der Faktor « 10 x Alter », d.h.z.B. bei einem 70 jährigen wären dann 700 Mikrogramm pro Liter anzunehmen, anstelle des bisher pauschal angesetzten Wertes von max.400 bis 500 Mikrogramm/Liter als Obergrenze.

Wie aussagekräftig sind D-Dimere?

INTERNATIONAL STUDIEREN

Artikel Grafiken/Tabellen Literatur Kommentare/Briefe Statistik

Zusammenfassung D-Dimer-Antigen ist der derzeit einzige allgemein verfgbare Laborparameter fr die Bestimmung der Gerinnungsaktivierung. Haupteinsatzgebiete sind die Ausschlussdiagnostik der vensen Thrombose und der Lungenembolie sowie die Diagnose der disseminier- ten intravasalen Gerinnung.

  1. Ein D-Dimer-Antigen-Spiegel unterhalb eines testspezifischen Grenzwertes schliet eine akute Thrombose oder Embolie mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.
  2. Die Ausschlussdiagnostik ist jedoch nur bei Patienten ohne schwere Begleiterkrankungen und ohne gerinnungshemmende Therapie fr mehr als 24 Stunden mglich.

In den ersten vier Wochen nach Operationen oder bei Schwangeren ist die Bestimmung von D-Dimer-Antigen zur Ausschlussdiagnostik der vensen Thrombose oder Lungenembolie ebenfalls nicht hilfreich. Weitere Anwendungen von D-Dimer-Antigen-Tests sind die Erkennung von Patienten mit erhhtem vaskulrem und Rezidivrisiko nach Thrombosen oder Embolien.

In der Differenzialdiagnose des akuten Thoraxschmerzes findet man bei Patienten mit Aortendissektion einen hohen D-Dimer-Antigen-Spiegel, wohingegen beim akuten Koronarsyndrom meistens normale oder nur leicht erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel festgestellt werden. Schlsselwrter: D-Dimer, Phlebothrombose, Lungenembolie, Thromboembolieprophylaxe, Diagnosestellung, Gerinnungsmesswert Summary Determination of D-Dimer Antigen in Clinical Routine D-dimer antigen currently is the only widely available laboratory marker for in vivo coagulation activation.

The main indications are the exclusion of venous thromboembolic disease and the diagnosis of disseminated intravascular coagulation (DIC). A D-dimer antigen level below an assay-specific threshold allows the exclusion of acute venous thrombosis and pulmonary embolism.

  1. D-dimer antigen should not be used for the exclusion of venous thromboembolic disease in patients who severe concomitant disease and in patients which have been treated with anticoagulants for more than 24 hours.
  2. During a period of four weeks after surgery, as well as in pregnancy, D-dimer antigen levels cannot be used for exclusion of venous thromboembolic disease.

Elevated D-dimer antigen levels may be used for the identification of patients with increased risk of vascular diseases, as well as patients with increased risk of recurrence of venous thrombosis. In the differential diagnosis of acute chest pain, massively elevated levels of D-dimer antigen are found in patients with aortic dissection, whereas patients with acute coronary syndromes typically show normal or slightly elevated D-dimer antigen levels.

  • Ey words: D-dimer, venous thrombosis, pulmonary embolism, prophylaxis of thrombosis, diagnosis, measurement of coagulation Bei der Proteolyse von Fibrin durch Plasmin entsteht als terminales Abbauprodukt Fibrinfragment D-Dimer ( 17, 18 ).
  • Durch Immunisierung von Musen mit diesem Fibrinabbauprodukt ( 16, 37 ) gelang es, fibrinspezifische Antikrper zu erzeugen.

Da die nachgewiesenen Epitope spezifisch fr die kovalent verbundenen D-Domnen sind und daher keine Kreuzreaktion mit Fibrinogen aufweisen, knnen die Antikrper zum Nachweis von Fibrin im (fibrinogenhaltigen) Plasma eingesetzt werden. Einige der Antikrper reagieren mit Fibrin nur dann, wenn eine Proteolyse durch Plasmin stattgefunden hat.

  • Nachgewiesen werden also durch Faktor XIIIa quervernetzte Fibrinabbauprodukte.
  • Andere Antikrper reagieren mit Epitopen, die allein durch die Fibrin-Quervernetzung durch Faktor XIIIa entstehen.
  • Diese Antikrper weisen also neben den Fibrinabbauprodukten auch quervernetztes lsliches Fibrin nach und reagieren auch mit intakten Fibringerinnseln.

In der klinischen Routine sind die Unterschiede durch die Epitopspezifitten der monoklonalen Antikrper gering. Auffllige Unterschiede findet man hauptschlich bei Plasmaproben von Patienten unter Therapie mit Streptokinase oder bei Patienten mit Hyperfibrinolyse anderer Genese ( 12 ).

  1. Die monoklonalen Antikrper werden in verschiedenen immunologischen Testverfahren eingesetzt.
  2. Am weitesten verbreitet sind Latex-verstrkte photometrische Immunoassays, bei den es in Gegenwart von D-Dimer-Antigen zur Agglutination von mit Antikrpern beschichteten Latexpartikeln kommt.
  3. Die Agglutination wird photometrisch oder nephelometrisch (mittels Streulicht) erfasst.

Recht verbreitet sind auerdem Enzymimmunoassays auf Mikrotiterplatte oder an automatisierten Systemen. Fr die Diagnostik am Krankenbett stehen membranbasierte Immunoassays zur Verfgung, die durch reflektometrische Messung ebenfalls eine quantitative Bestimmung der D-Dimer-Antigen-Konzentration erlauben.

  • Manuelle qualitative oder semiquantitative Agglutinationstests sind ebenfalls noch verfgbar, zeigen jedoch in der Ausschlussdiagnostik der vensen Thrombose eine mglicherweise unzureichende diagnostische Sensitivitt.
  • Bei der Interpretation von Messergebnissen von D-Dimer-Antigen-Tests ist zu bedenken, dass die Hersteller unterschiedliche Kalibratoren verwenden und daher keine numerische bereinstimmung zwischen den Testverfahren besteht.

Dies gilt insbesondere auch fr den Grenzwert zum Ausschluss einer vensen Thrombose oder Lungenembolie. Die Entwicklung eines internationalen Standards wird dadurch erschwert, dass es sich bei dem gemessenen D-Dimer-Antigen nicht um einen singulren Analyten, sondern um ein Gemisch von Fibrinderivaten unterschiedlichen Molekulargewichts und unterschiedlicher Zusammensetzung handelt.

  • D-Dimer-Antigen erlaubt keine Rckschlsse auf Ursache und Ort der Fibrinbildung.
  • Entscheidend ist der klinische Kontext.
  • Fibrinbildung kann lokalisiert im Bereich von Thromben, aber auch disseminiert im flieenden Blut erfolgen ( Kasten 1 ).
  • Linische Zustnde mit D-Dimer-Antigen-Erhhung im Blut sind in Kasten 2 aufgefhrt.

Ausschlussdiagostik tiefer Beinvenenthrombosen Bei Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose weist die Bestimmung des D-Dimer-Antigens nicht den Thrombus nach, sondern eine Kombination aus im Rahmen einer systemischen Gerinnungsaktivierung entstehendem Fibrin, vom Ort der Thrombose abgeschwemmtem Fibrin sowie Fibrinabbauprodukten.

Der D-Dimer-Antigen-Spiegel steht eher in Beziehung zur Intensitt der systemischen Gerinnungsaktivierung als zur Ausdehnung der Thrombose. Erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel finden sich bei nahezu allen neu erkrankten Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose. Liegt der Symptombeginn mehr als eine Woche zurck, kann D-Dimer-Antigen jedoch bereits wieder im Normalbereich liegen.

D-Dimer-Antigen ist daher ein Indikator fr eine krzlich entstandene tiefe Beinvenenthrombose. Unter gerinnungshemmender Therapie kommt es zu einem Rckgang der D-Dimer-Antigen-Spiegel, sodass bei einem fr mehr als 24 Stunden gerinnungshemmend behandelten Patienten eventuell wieder Werte im Normalbereich gemessen werden.

Eine bersicht der zwischen 1995 und 2001 publizierten Studien zur Messung von D-Dimer-Antigen bei Verdacht auf eine tiefe Beinvenenthrombose wurde von Philbrick und Heim vorgelegt ( 36 ). Die Sensitivitt der D-Dimer-Antigen-Tests fr Thrombosen im Oberschenkel war deutlich hher als fr Thrombosen in Unterschenkelvenen.

Befinden sich im Kollektiv zahlreiche Patienten mit einer Gerinnungsaktivierung anderer Ursache, ist die diagnostische Spezifitt gering ( 5 ). Handelt es sich hingegen um ansonsten gesunde Patienten, die wegen klinischer Symptome einer tiefen Beinvenenthrombose eine Klinik aufsuchen (symptomatic outpatients), ist die Spezifitt deutlich hher.

  • Bei postoperativen Patienten ( 27 ) oder Patienten mit Trauma oder Sepsis liegen die D-Dimer-Antigen-Spiegel aufgrund der jeweiligen Grunderkrankung bereits deutlich ber dem Normalbereich, sodass eine Ausschlussdiagnostik einer vensen Thrombose mit den vorgegebenen Grenzwerten nicht mglich ist.
  • Bei Schwangerschaft besteht ebenfalls eine Hyperkoagulabilitt mit erhhten D-Dimer-Antigen-Spiegeln ( 15 ).

Patienten mit klinischem Verdacht auf tiefe Beinvenenthrombose knnen nach dem Wells-Score ( Tabelle 1 ) klassifiziert werden. Mehrere klinische Studien haben ergeben, dass bei Patienten mit niedriger oder mittlerer klinischer Wahrscheinlichkeit einer tiefen Beinvenenthrombose und einem D-Dimer-Antigen unterhalb eines testspezifischen Grenzwertes auf eine weitere technische Thrombosediagnostik sowie auf eine Antikoagulation verzichtet werden kann ( 2 4, 40 ).

Fr einzelne D-Dimer-Antigen-Tests ist der Ausschluss auch bei Patienten mit hoher klinischer Wahrscheinlichkeit nach dem Wells-Score mglich ( 4 ). Die Bestimmung von D-Dimer-Antigen kann bei Patienten mit mittlerer oder hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer tiefen Beinvenenthrombose bei negativem oder unklarem Ergebnis in der Duplexsonographie diejenigen identifizieren, bei denen sich eine weitere technische Diagnostik erbrigt ( 45, 49 ).

Liegt D-Dimer-Antigen unterhalb des testspezifischen Grenzwertes, kann bei diesen Patienten eine frische Thrombose als ausgeschlossen gelten. Anwendung bei Verdacht auf Beinvenenthrombose Ein D-Dimer-Antigen-Spiegel unterhalb eines testspezifischen Grenzwertes schliet eine tiefe Beinvenenthrombose mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.

  1. Die numerischen Grenzwerte unterscheiden sich jedoch zwischen den verschiedenen D-Dimer-Antigen-Tests aufgrund der unterschiedlichen Kalibrierungen.
  2. Bei manchen Tests muss nach den bisherigen Studien bei Patienten mit hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer vensen Thrombose auch bei D-Dimer-Antigen-Spiegeln unterhalb des Grenzwertes die technische Diagnostik durchgefhrt werden.

Findet die technische Diagnostik zuerst statt, knnen durch die Bestimmung von D-Dimer-Antigen diejenigen Patienten mit negativem oder unklarem Ergebnis, aber hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer vensen Thrombose, identifiziert werden, bei denen weitere diagnostische Manahmen (Wiederholung der Sonographie, Phlebographie) nicht erforderlich sind.

Leidet der Patient unter einer Krankheit, die mit erhhten D-Dimer-Antigen-Spiegeln im Blut einhergeht oder liegen grere Operationen oder ein greres Trauma weniger als vier Wochen zurck, ist die D-Dimer-Antigen-Bestimmung zum Ausschluss einer tiefen Beinvenenthrombose ungeeignet, weil der testspezifische Grenzwert auch bei Patienten ohne Thrombose berschritten ist ( Kasten 3 ).

Eine gerinnungshemmende Therapie fhrt zu einer Reduktion der D-Dimer-Antigen-Spiegel. Eine Messung von D-Dimer-Antigen nach mehr als 24 Stunden gerinnungshemmender Therapie ist fr die Ausschlussdiagnostik der vensen Thrombose nicht geeignet, weil der Messwert bereits unter den Grenzwert abgefallen sein kann.

Eine Kontrollmessung von D-Dimer-Antigen sollte bei Auftreten von thromboembolischen Komplikationen oder einer Thrombozytopenie unter Heparintherapie durchgefhrt werden. Ein hoher D-Dimer-Antigen-Spiegel unter Heparintherapie kann auf eine generalisierte Gerinnungsaktivierung bei heparininduzierter Thrombozytopenie Typ 2 (HIT-2) hinweisen.

Ausschlussdiagnose der akuten Lungenembolie Lungenembolien knnen in einem frhen Stadium einer vensen Thrombose auftreten. In dieser Situation werden hufig sehr hohe D-Dimer-Antigen-Spiegel im Blut gemessen. Lungenembolien treten auch zu spteren Zeitpunkten nach Entstehung der vensen Thrombose auf, wenn die (endogene oder therapeutische) Fibrinolyse das Gerinnsel destabilisiert.

Die D-Dimer-Antigen-Spiegel sind in diesen Fllen deutlich niedriger, da die systemische Hyperkoagulabilitt zum Zeitpunkt der Lungenembolie nicht mehr besteht. Die Hhe des D-Dimer-Antigens im Blut korreliert daher nicht unbedingt mit dem klinischen Schweregrad der Lungenembolie. Auch bei Patienten mit massiver Lungenembolie knnen die D-Dimer-Antigen-Spiegel nur knapp ber dem testspezifischen Grenzwert liegen.

Latex-verstrkte photometrische Immunoassays sowie der automatisierte ELISA fr D-Dimer-Antigen zeigen auch bei der Ausschlussdiagnostik der akuten Lungenembolie eine hohe Sensitivitt ( 6, 10, 13, 22, 34, 35 ). Eine sinnvolle diagnostische Aussage ist allerdings nur bei Patienten ohne schwere Begleiterkrankungen mglich ( 39 ).

Anwendung bei Verdacht auf Lungenembolie Nach der Metaanalyse von Kruip et al. ( 21 ) kann bei niedriger klinischer Wahrscheinlichkeit ( Tabelle 2 ) einer akuten Lungenembolie und normalem D-Dimer-Antigen eine Lungenembolie als ausgeschlossen gelten, unabhngig vom verwendeten Test fr D-Dimer-Antigen.

Der Einsatz von D-Dimer-Antigen als alleinigem Testverfah- ren (das heit: ohne Ermittlung eines klinischen Scores oder zustzlicher technischer Diagnostik) fr den Ausschluss einer akuten Lungenembolie ist hingegen bisher nur fr den automatisierten ELISA belegt.

Fr andere Tests gilt bisher, dass bei Patienten mit hoher klinischer Wahrscheinlichkeit einer Lungenembolie auch bei D-Dimer-Antigen unterhalb des Grenzwertes eine technische Diagnostik erfolgen muss. Wie bei der tiefen Beinvenenthrombose gelten die in Kasten 3 genannten Einschrnkungen fr den Einsatz von D-Dimer-Antigen-Tests.

Vaskulres Risiko und Rezidivrisiko Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass durch Bestimmung von D-Dimer-Antigen Patienten mit erhhtem vaskulren Risiko identifiziert werden knnen, beispielsweise Patienten mit erhhtem Risiko fr einen Myokardinfarkt oder einen zerebralen ischmischen Insult ( 28, 29 ).

  • D-Dimer-Antigen kann auch zur Beurteilung eines Rezidivrisikos nach akutem Koronarsyndrom eingesetzt werden ( 11, 26 ).
  • Ein prdiktiver Wert der D-Dimer-Antigen-Bestimmung wurde auch fr thrombotische Ereignisse bei chronischer arterieller Verschlusskrankheit beschrieben ( 20, 25 ).
  • Erhhte Spiegel von D-Dimer-Antigen sind prdiktiv fr eine vense Thrombose ( 9 ).

Nach Beendigung einer gerinnungshemmenden Therapie weist ein erneuter Anstieg von D-Dimer-Antigen auf ein fortbestehendes Thromboserisiko hin ( 14, 32, 33 ). Wichtig ist dies insbesondere bei der Beurteilung von Patienten, bei denen keine der bekannten Thrombophilien vorliegt ( 33 ).

  • Der optimale Zeitpunkt zur Bestimmung von D-Dimer-Antigen ist etwa vier bis sechs Wochen nach der Beendigung der gerinnungshemmenden Therapie.
  • Diagnose der disseminierten intravasalen Gerinnung Die Diagnose der disseminierten intravasalen Gerinnung beruht auf der Kombination aus einer Erkrankung, die mit disseminierter intravasaler Gerinnung assoziiert sein kann, mit erhhtem Spiegel von Fibrinderivaten und vermindertem Hmostasepotenzial.

Diese Vorgehensweise bildet sich in klinischen Score-Systemen wie dem DIC-Score (DIC, disseminated intravascular coagulation) der International Society for Thrombosis and Hemostasis (ISTH) ( 44 ) ( Tabelle 3 ) oder dem DIC-Score des Japanischen Gesundheitsministeriums ( 46 ) ab.

Normale Spiegel von D-Dimer-Antigen schlieen eine disseminierte intravasale Gerinnung aus. Erfllt ein Patient die Laborkriterien der disseminierten intravasalen Gerinnung, weist das auf eine schlechte Prognose hin ( 41, 42 ). Bei Patienten mit malignen Erkrankungen sind erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel ein Indikator fr fortgeschrittenes Tumorstadium und Metastasierung ( 7, 8, 30, 31 ).

Vorhofflimmern Patienten mit Vorhofflimmern zeigen regelmig erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel im Blut als Hinweis auf eine Hyperkoagulation ( 23, 24 ). Bei Patienten mit thromboembolischen Komplikationen liegen die D-Dimer-Antigen-Spiegel hher. Eine gerinnungshemmende Therapie mit Cumarinderivaten senkt die erhhten D-Dimer-Antigen-Spiegel bei Patienten mit Vorhofflimmern effektiver als eine Hemmung der Thrombozytenfunktion ( 24 ).

Im Gegensatz zum Vorhofflimmern fhrt Vorhofflattern nicht zu erhh- ten D-Dimer-Antigen-Spiegeln ( 38 ), offenbar auer bei Patienten mit dilatiertem linkem Vorhof ( 38 ). Deutlich erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel bei Vorhofflimmern knnen auf einen intrakardialen Thrombus und ein erhhtes Embolierisiko hinweisen ( 43 ).

Aortenaneurysma und Aortendissektion Eine wichtige Differenzialdiagnose des akuten Koronarsyndroms ist die Aortendissektion. Whrend bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom die bei Aufnahme gemessenen D-Dimer-Antigen-Spiegel meistens normal oder nur leicht erhht sind, findet man bei Patienten mit Aortendissektion meist stark erhhte D-Dimer-Antigen-Spiegel im Blut ( 47 ); diese korrelieren direkt mit der Ausdehnung der Dissektion ( 1 ).

  1. Gerinnungshemmende Therapie Bei Patienten mit langfristiger, stabil eingestellter Antikoagulation werden meist Spiegel im unteren Normalbereich gemessen.
  2. Ein erhhter D-Dimer-Antigen-Spiegel unter gerinnungshemmender Therapie kann durch einen pranalytischen oder analytischen Fehler oder durch eine ineffektive Antikoagulation verursacht werden.

Ein pranalytischer Fehler entsteht durch eine unsachgeme Blutentnahme oder die Entstehung von Gerinnseln im Probengef. Manche D-Dimer-Antigen-Tests werden durch Autoantikrper, Rheumafaktor oder hnliches beeinflusst. Bei Messung von D-Dimer-Antigen mit einem anderen Testverfahren findet man in solchen Fllen Normalwerte.

Eine ineffektive Antikoagulation bei Anwesenheit von Cumarinderivaten kann verursacht sein durch Antiphospholipid-Antikrper oder andere Autoantikrper, die eine verlngerte Prothrombinzeit und damit eine falschhohe INR (international normalized ratio) verursachen. Hilfreich ist in diesen Fllen die Bestimmung der Einzelfaktoren II, VII, IX und X.

Findet man bei einer INR im therapeutischen Bereich normale oder nur gering verminderte Vitamin-K-abhngige Einzelfaktoren, weist das auf einen Messfehler bei der INR hin. Eine ineffektive Antikoagulation beim Vorliegen von Cumarinderivaten besteht auerdem bei manchen Patienten mit malignen Erkrankungen, insbesondere Adenokarzinomen.

  1. Bei diesen Patienten wird die Fibrinbildung direkt durch Tumorzellen oder von Tumorzellen freigesetzten Proteasen ausgelst.
  2. Diese Mechanismen werden durch Cumarinderivate nur unzureichend beeinflusst.
  3. An ein derartiges Tumorleiden ist auch bei Patienten mit sehr hohen D-Dimer-Antigen-Spiegeln bei ansonsten normalem Gerinnungsbefund sowie fehlenden klinischen Zeichen einer Thrombose oder Embolie zu denken.

Hohe D-Dimer-Antigen-Spiegel unter einer Heparintherapie knnen auf ei- ne heparininduzierte Thrombozytopenie Typ 2 hinweisen, die mit einer massiven Gerinnungsaktivierung assoziiert ist. Schlussfolgerung D-Dimer-Antigen ist inzwischen der am hufigsten verwendete Aktivierungsparameter des Gerinnungssystems in der klinischen Routinediagnostik.

  1. Neben der Ausschlussdiagnostik der vensen Thrombose und Lungenembolie und der Diagnose der disseminierten intravasalen Gerinnung gibt der D-Dimer-Antigen-Spiegel wertvolle differenzialdiagnostische Hinweise ( Tabelle 4 ) und ergnzt so die kon- ventionelle Gerinnungsdiagnostik.
  2. Weiteres Einsatzgebiet ist die Risikostratifizierung in der Primr- und Sekundrprvention thromboembolischer Erkrankungen.

Der Autor erklrt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht. Manuskript eingereicht: 20.1.2004, revidierte Fassung angenommen: 13.8.2004 zZitierweise dieses Beitrags: Dtsch Arztebl 2005; 102: A 428432 Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis, das beim Verfasser erhltlich oder im Internet unter www.aerzteblatt.de/lit0705 abrufbar ist.

Anschrift des Verfassers: Prof. Dr. med. Carl-Erik Dempfle Universittsklinikum Mannheim I. Medizinische Klinik Theodor Kutzer Ufer 13 68167 Mannheim E-Mail: [email protected] 1. Adam DJ, Haggart PC, Ludlam CA, Bradbury AW: Hemostatic markers before operation in patients with acutely symptomatic nonruptured and ruptured infrarenal abdominal aortic aneurysm.

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See also:  Quest-Ce Qui Fait Augmenter La Tsh

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Bestimmung des D-Dimer-Antigens in der klinischen Routine

Was tun bei hohem D-Dimer?

Sind die D-Dimere erhöht, ist auch bei „nicht hoher’ KW eine zeitnahe bildgebende Diagnostik angezeigt. Ist die KW „hoch’, ist umgehend eine bildgebende Diag- nostik durchzuführen. Methode der Wahl ist hierbei die Kompressions-Sonografie der tie- fen Venen.

Wie hoch darf D-Dimere sein?

Interpretation – Interpretation erhöhter Werte

  • Akutes Aortensyndrom (AAS): Krankheitsbilder, die direkt oder indirekt über eine Aortendissektion ( Aufspaltung (Dissektion) der Wandschichten der Aorta) zu einer Ruptur (« Riss ») führen können; Differentialdiagnosen sind Dissektionen der Aorta (s.u.), intramurale Hämatome der Aortenwand (Einblutung in die Aortenwand) und durch Plaqueruptur penetrierender Aortenulzera (PAU; ulzerierender Defekt der Innenwand der Aorta)
  • Aortendissektion – (Synonym: Aneurysma dissecans aortae) – Aufspaltung der Wandschichten der Aorta (Hauptschlagader), meist verursacht durch einen Einriss der Intima ( inneren Gefäßwand) mit nachfolgender Einblutung zwischen die Schichten
  • Disseminierte intravasale Gerinnung – akut auftretende Gerinnungsstörung, die durch eine überschießende Aktivierung der Gerinnung verursacht wird (DIC)
  • Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) – Trias aus mikroangiopathischer, hämolytischer Anämie (MAHA; Form der Blutarmut, bei der die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) zerstört werden), Thrombozytopenie (krankhafte Verminderung der Thrombozyten/Blutplättchen) und akuter Nierenfunktionseinschränkung (acute kidney injury, AKI); meist bei Kindern im Rahmen von Infektionen auftretend; häufigste Ursache des akuten, dialysepflichtigen Nierenversagens im Kindesalter
  • Hyperfibrinolyse – überschließende Auflösung von Blutgerinnseln, die verschiedene Ursachen wie Dysfibrinogenämie oder Fibrinogenmangel haben kann
  • Leberzirrhose – bindegewebiger Umbau der Leber, der zu Funktionseinschränkungen führt
  • Lungenembolie – Verschluss eines Lungengefäßes, was zu einer Minderversorgung des betroffenen Lungenabschnittes führt
  • Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
  • Schwangerschaft
  • Sepsis (Blutvergiftung)
  • Thrombose – Verschluss einer Vene, meist in den unteren Extremitäten, der zu einer Stauung des Blutes führt
  • Transplantatabstoßung
  • Tumoren
    • Mamma-, Ovarial- und Pankreasadenokarzinom; solide Lungen- und Darmtumoren
    • malignes Melanom: hier korrelierten die erhöhten D-Dimer-Werte positiv und signifikant mit Tumordicke (≥ 2 mm), Lymphknotenbeteiligung und Metastasierung (Bildung von Tochtergeschwülsten),
  • Zustand nach chirurgischem Eingriff

Beachte: Falsch hohe Werte des D-Dimer-Spiegels werden auch bei Entzündungen, Blutungen, Traumata, Nekrosen und in der Schwangerschaft (s. o) gemessen. Des Weiteren wurde eine höhere Häufigkeit von falsch-positiven Befunden bei Patienten, die älter als 65 Jahre waren, beobachtet. Interpretation erniedrigter Werte

Nicht krankheitsrelevant

Weitere Hinweise

  • Ein Entscheidungskriterium für bzw. gegen eine D-Dimere-Bestimmung stellt der Wells-Score dar (s.u. Thrombose/körperliche Untersuchung).
  • Bei den meisten D-Dimer-Tests wird ein Schwellenwert von 500 µg/l angegeben. Man berücksichtigt dabei nicht, dass mit zunehmendem Alter die D-Dimer-Werte ansteigen und damit potentiell zu viele unnötige weitergehende Diagnostik erfolgt. Die Formel Alter x 10 ergibt möglicherweise einen guten altersadjustierten Schwellenwert,
  • Negative D-Dimere schließen eine Thrombose oder Lungenembolie mit mehr als 99 %. Wahrscheinlichkeit aus.
  • D-Dimere sind nicht zur Diagnostik geeignet, wenn folgende Faktoren vorliegen:
    • Disseminierte intravasale Gerinnung (DIC)
    • Maligne Tumoren (bösartige Neubildungen)
    • Niereninsuffizienz/Nierenschwäche (niereninsuffiziente Patienten haben unabhängig von dem Vorliegen einer Lungenembolie erhöhte D-Dimer-Spiegel, und zwar umso mehr, je ausgeprägter die Niereninsuffizienz ist; hier muss zukünftig ein geeigneter D-Dimer-Grenzwert ermittelt werden)
    • Sepsis (Blutvergiftung)
    • Therapie mit Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmern)
    • Zustand nach Operation oder größerem Trauma (Verletzung) innerhalb der letzten vier Wochen
  • Beachte:
    • Die Spezifität eines positiven D-Dimer-Tests nimmt mit zunehmendem Alter ab und liegt bei Patienten über 80 Jahre bei nur 10 % liegt,
    • Der D-Dimer-Test allein ist nicht geeignet, um diejenigen älteren Patienten mit nicht provozierter venöser Thromboembolie (VTE) zu identifizieren, die ein niedriges Rezidivrisiko haben und bei denen die Antikoagulation sicher beendet werden kann; darauf weisen auch Ergebnisse einer schweizer Studie,
  • Gemäß einer Metaanalyse erhöhten altersadjustierte Grenzwerte (Alter × 10 μg/l D-Dimer-Konzentration bei Patienten > 50 Jahre) die diagnostische Spezifität von 34 auf 46 % ohne Beeinträchtigung der Sensitivität,
  • Bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit (KHK) sagen erhöhte D-Dimere (> 273 ng/ml) folgendes über die Langzeitprognose der Patienten aus :
    • Risiko für Patienten, innerhalb der nächsten sechs Jahre ein schwerwiegendes koronares oder kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, war um 45 % höher als bei Patienten mit niedriger D-Dimer-Konzentration (≤ 112 ng/ml).
    • Risiko für eine venöse Thromboembolie (VTE) stieg um mehr als das 4-Fache an.
    • Gesamtmortalität (Gesamtsterberate) war um 65 % erhöht.
  • Die D-Dimer-Spiegel der Patienten nach beendeter Antikoagulation scheinen dafür geeignet zu sein, dass Rezidivrisiko (Risiko des Wiederauftretens) einer venösen Thromboembolie (VTE) vorherzusagen : bei Patienten mit Thrombosen nach starkem Auslöser ereigneten sich 5,7 Rezidive je 100 Patientenjahre, sofern der D-Dimer-Spiegel erhöht war. Bei Patienten mit Hauptrisikofaktoren betrug die Rezidivrate: 5,74 (95 % CI: 3,19-9,57) Ereignisse pro 100 Patientenjahre bei Patienten mit erhöhten D-Dimerwerten und 2,68 (95 % CI: 1,45-4,56) bei Patienten mit normalen Werten. Bei Patienten mit geringen Risikofaktoren betrugen die Raten: 7,79 (95 % CI: 5,71-10,4) bzw.3,34 (95 % CI: 2,39-4,53),

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Was verfälscht den D-Dimere wert?

Klinische Diagnostik und D-Dimer-Test – Daher wird in den meisten Leitlinien die Erhebung der klinischen Vortestwahrscheinlichkeit nach Wells empfohlen (Tabelle 2). Letztlich lassen sich damit aber keine Patienten herausfiltern, die mit Sicherheit keiner weiteren Dia­gnostik bedürfen.

Das Ergebnis unterscheidet nur eine hohe, mittlere oder niedrige Wahrscheinlichkeit für eine Thrombose. Als Laborparameter ist der D-Dimer-Test sehr sensitiv, aber unspezifisch. D-Dimere sind Nebenprodukte der Blutgerinnung und treten bei Thrombosen vermehrt im Blut auf. Leider führen jedoch alle entzündlichen oder tumorösen Krankheitsbilder und Traumen oder Operationen zu erhöhten D-Dimer-Werten.

Bei klinisch gesunden Patienten mit negativen D-Dimer-Werten ist eine Thrombose unwahrscheinlich und man kann auf eine Bildgebung verzichten. Viel häufiger finden sich jedoch falsch positive Werte, die dann eine weitere Bildgebung notwendig machen. Falsch negative D-Dimere sind beschrieben bei unfallchirurgischen Patienten in den ersten Tagen und bei Patienten, deren Symptome schon zwei bis drei Wochen bestehen.

Wie hoch sind D-Dimere bei Embolie?

Übertragbarkeit auf stationäres Setting ungewiss – Bei geringer beziehungsweise mäßiger klinischer Wahrscheinlichkeit und einer D-Dimer-Konzentration von weniger als 1000 beziehungsweise 500 ng pro Milliliter ist eine Lungenembolie nahezu ausgeschlossen, so das Fazit der kanadischen Experten.

Kann D-Dimere durch Stress erhöht sein?

WIESBADEN (ner). Wer exakte Gerinnungsparameter messen möchte, muss eine ganze Reihe wesentlicher Voraussetzungen beachten -angefangen bei der Stauungszeit bis hin zum Transport der Proben. Beim Internisten-Kongress machte Dr. Beate Luxembourg aus Frankfurt am Main auf einige Fallstricke aufmerksam.

  • Veröffentlicht: 10.04.2008, 17:02 Uhr So darf bei peripherer Blutabnahme nur maximal eine Minute und nicht zu stark gestaut werden.
  • Findet man nicht gleich eine Vene, sollte man die Stauung lösen, zwei Minuten warten und es dann noch einmal probieren, empfahl Luxembourg.
  • Wird die Gerinnungsmonovette zu gering befüllt, ist der Zitratanteil in der Probe zu hoch – Folge sind falsch erhöhte Gerinnungszeiten.

Wichtig ist auch, dass Blut für die Gerinnungsdiagnostik nicht mit EDTA oder Kaolin kontaminiert wird. Das könne bei Blutabnahme mit Butterfly-Kanülen passieren, wenn die Monovetten überkopf gehalten werden und EDTA-Blut verschleppt wird. Auf keinen Fall sollte das Blut aus Kathetern abgenommen werden, die mit Antikoagulanzien gespült worden sind.

« Da kann man noch so viel nachspülen, das funktioniert nicht! », betonte die Hämostaseologin und verwies auf das Beispiel eines stationären Patienten mit scheinbar entgleister Gerinnung unter laufender Antikoagulation. Für den Patienten war schon Fresh Frozen Plasma (FFP) vorbereitet worden. Bei Kontrolle der Gerinnungswerte stellte sich dann allerdings heraus, dass stattdessen die Antikoagulation verstärkt werden musste.

Blutabnahme: Maximal darf eine Minute gestaut werden. Der Transport von Gerinnungsröhrchen muss bei Raumtemperatur erfolgen, sonst kann es zur Kälteaktivierung kommen. In der Regel sollte die Gerinnungsprobe innerhalb von vier Stunden untersucht werden, um valide Messwerte zu erhalten.

  1. Möchte man die Thrombozytenfunktion bestimmen, muss das Röhrchen sogar innerhalb einer Stunde verarbeitet werden.
  2. Weitere Tipps: 24 Stunden vor der Blutabnahme sollten Stress oder intensive körperliche Belastung vermieden werden.
  3. So werden bestimmte Gerinnungsfaktoren bis zu zehn Stunden nach sportlicher Betätigung falsch zu hoch gemessen, die Thrombozytenaggregation ist bis zu eine Stunde lang verstärkt, die D-Dimere erhöht.

Der Thromboseausschluss in der Schwangerschaft ist, rein labortechnisch, schwierig. Denn die D-Dimer- und Fibrinogen-Spiegel zum Beispiel steigen in der Schwangerschaft, meist bereits im zweiten Trimenon. Auch Hormonpräparate beeinflussen die Gerinnungsdiagnostik.

Wie lange ist D-Dimer nachweisbar?

Die in-vivo Halbwertszeit von D-Dimer beträgt ungefähr 8 Stunden.

Wie schnell sinken D-Dimere?

Publication History – Publication Date: 31 December 2001 (online) Frage: Was würden Sie unternehmen wenn der D-Dimer-Wert (Normalwert: 250 µg/l) einer Patientin bei 2760 µg/l liegt? Lungenembolie und Thrombose wurden durch Thoraxaufnahmen und Venendoppler ausgeschlossen. Die anderen Gerinnungsfaktoren (Antithrombin-III, partielle Thromboplastinzeit) liegen in ihren Normalbereichen.

  • EKG (Langzeit-EKG und Belastungs-EKG) waren auch normal.
  • Blutdruck und Puls lagen bei Messung in den Normalwerten.
  • Im Bereich der Halsvenen war auch nichts Auffälliges zu finden.
  • Die Patientin klagt über Schwindel (manchmal mit vorherigem Erbrechen).
  • Der D-Dimer-Wert sinkt nur sehr langsam.
  • Nach 2 Monaten liegt dieser immer noch bei 650 µg/l.

Bei jetziger Menstruation liegt dieser wieder bei 2045 µg/l. Antwort: D-Dimere fallen als charakteristisches Element bei der Spaltung quervernetzten Fibrins an. Fibrin wird durch den Faktor XIIIa hauptsächlich an den Gefäßwänden quervernetzt. Die primäre Hyperfibrinolyse ohne begleitende Gerinnungsaktivierung lässt sich von der sekundären Hyperfibrinolyse aufgrund Gerinnselbildung durch das Auftreten von D-Dimeren abgrenzen.

  • Zunächst hochmolekulare Fibrinelemente mit verschiedenen Anteilen von D-Dimeren werden durch weiteren Abbau zu D-Dimere mit einem Molekulargewicht von 180 kD zerlegt.
  • Die physiologische Halbwertszeit der D-Dimere beträgt etwa 8 Stunden.
  • Die Bestimmung der D-Dimere wird hauptsächlich in der Diagnostik tiefer Beinvenenthrombosen und der akuten wie rezidivierenden Lungenembolie genutzt.

Bei Patienten mit Thrombosen oder thromboembolischen Komplikationen findet sich der Spiegel zu 90 % erhöht. Jedoch nur bei 35 % der Patienten mit normalem Pulmonalisangiogramm wurden auch normale Spiegel der D-Dimere gefunden. Erhöhte D-Dimere sind jedoch nicht spezifisch für ein thromboembolisches Problem.

Die Spezifität mittels ELISA gemessener D-Dimer-Spiegel wird mit nur 39 % angegeben, die Sensitivität mit 98 %. Normale Spiegel können demnach diagnostisch als Ausschlusskriterium für eine Lungenembolie gewertet werden. Wichtig ist die Bestimmung mittels ELISA. Nur diese Methodik liefert zuverlässige Werte.

Bei wenige Tage zurückliegender Thrombose oder Embolie werden allerdings 5-10 % falsch negative Werte gemessen. Daher sollte bei dringendem klinischen Verdacht weitere Diagnostik trotz negativer D-Dimere erfolgen. Die Spezifität des Tests ist niedrig, weil alle Erkrankungen oder Zustände, die mit einer Mikrothrombenbildung und reaktiven Fibrinolyse einhergehen, erhöhte D-Dimer-Spiegel zeigen.

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So finden sich erhöhte Werte bei einer disseminierten intravasalen Gerinnung. Hier kann die Bestimmung zur Früherkennung oder Verlaufsbeurteilung eine Rolle spielen. Tumorerkrankungen führen vielfach zu einer Wundheilungsreaktion und Fibrinbildung sowie einer damit verbundenen erhöhten Fibrinolyse, die zu einer vermehrten Freisetzung von D-Dimeren führt.

Schließlich steigt die Konzentration auch infolge einer fibrinolytischen Therapie an. Ein erhöhter D-Dimer-Spiegel als isolierter Befund sollte keine aufwändige Diagnostik nach sich ziehen. Vielmehr die Anamnese und klinische Befunde sind wesentlich für Indikationsstellungen zu weiterführender Differenzialdiagnostik.

  1. Die Echokardiographie kann die akute Rechtsherzbelastung bei akuter Lungenembolie nachweisen.
  2. Bei Normalbefund oder chronischer Rechtsherzbelastung müssen weitere diagnostische Schritte erfolgen.
  3. Hierzu gehören eine Ventilations-/Perfusionsszintigraphie, das Angio-CT oder invasive Diagnostik mittels Rechtsherzkatheter und/oder Angiographie.

Das Vorgehen ist abhängig vom Zustand des Patienten und der Diagnosewahrscheinlichkeit zu wählen Eine Lungenembolie sollte bei entsprechendem Verdacht möglichst sicher ausgeschlossen werden. Thoraxaufnahmen und Beinvenendopplersonographie sind hier nicht ausreichend.

Welche Blutwerte deuten auf eine Thrombose hin?

D-Dimer-Test liefert weitere Hinweise – In der deutschen Leitlinie wird empfohlen, bei Thrombose-Verdacht zunächst mit dem Wells-Test die klinische Wahrscheinlichkeit zu bestimmen. Ist die Wahrscheinlichkeit für eine TVT danach nicht hoch, sollte zur weiteren Klärung der D-Dimer-Wert im Blut bestimmt werden.

Damit lassen sich Fibrin-Spaltprodukte nachweisen. Bei einer Blutkonzentration von unter 500 µg/l gilt eine Thrombose als sehr unwahrscheinlich. Den Test gibt es auch als Schnell-Test (etwa SimpliRed®). Das Ergebnis ist in zwei Minuten da. Sind bei einem Patienten Wells-Test und D-Dimer-Test negativ, ist eine Thrombose nahezu ausgeschlossen, sagte Dr.

Iris Weingard, Praktische Ärztin und Phlebologin aus Freiburg. Eine weitere Diagnostik oder Therapie sei dann nicht erforderlich. Ist der D-Dimer-Test jedoch positiv, sollte zur weiteren Diagnostik sonografisch untersucht werden. Dasselbe gilt für Patienten, bei denen die klinische Wahrscheinlichkeit für eine TVT nach dem Wells-Test hoch ist.

  1. Im konventionellen Ultraschall zeigen sich bei TVT etwa aufgeweitete und nicht komprimierbare Venen.
  2. Per Duplex-Sonografie lässt sich darin häufig kein Blutfluss messen.
  3. Mitunter seien der Thrombus selbst oder Aussparungen im Gefäß erkennbar, berichtet Weingard.
  4. Ältere Thromben haben eine hohe Echodichte, frische Thromben dagegen sind echoarm.

« Bei unklarem Sonografie-Befund sollte eine Phlebografie veranlasst werden. Damit sind Kollegen auf der sicheren Seite », so Weingard. Zudem müssten die Patienten über Risiken wie eine Lungenembolie aufgeklärt werden. Von fester Bettruhe bei Patienten mit TVT werde – unabhängig von der Lokalisation – in Leitlinien mittlerweile abgeraten.

Bei sicherer Diagnose müsse sofort eine stationäre oder ambulante Therapie beginnen. Für eine ambulante Behandlung seien jedoch eine gut funktionierende Logistik und viel Erfahrung nötig, so Weingard. Sofort könne in der Praxis mit einer Antikoagulation mit einem niedermolekularen Heparin begonnen werden.

Bereits am ersten oder zweiten Tag sollten die Patienten dann überlappend Phenprocoumon bekommen. Das langfristige Ziel der oralen Antikoagulation ist ein INR-Wert von 2,0 bis 3,0. Die INR (International Normalized Ratio) wird aus dem Vergleich der Thromboplastinzeit des Patientenplasmas mit der Thromboplastinzeit eines Referenzplasmas berechnet.

Welche Blutwerte deuten auf Lungenembolie?

Diagnose per Computertomografie – Die einzige Möglichkeit, eine Lungenembolie sicher zu erkennen, ist eine kontrastmittelgestützte Computertomografie (CT-Angiografie). Sie zeigt, ob eine Lungenarterie durch ein Gerinnsel verstopft ist, sodass das Blut einen Teil der Lunge nicht mehr erreichen kann.

Was beeinflusst den D-Dimer?

Eigenschaften – Das über die D-Domänen vernetzte Fibrin wird durch die Endopeptidase Plasmin gespalten; die kleinsten der entstehenden Fragmente werden als D-Dimere bezeichnet. Der D-Dimer-Spiegel wird mit hochspezifischen Antikörpern gegen die Vernetzungsregion in einem Immunoassay bestimmt. Die Agglutination kann photometrisch als Trübung gemessen werden. Der Normbereich ist stark methodenabhängig. Der Anstieg des D-Dimers im Plasma ist eine Folge der Blutgerinnung und der darauf folgenden Fibrinolyse (Gerinnselauflösung). Werte im jeweiligen vom Labor angegebenen Referenzbereich (z.B. unter 500 µg /Liter; Plasma ) dienen der Ausschluss diagnostik einer Lungenembolie, DIC ( disseminierte intravasale Koagulopathie ) oder tiefen Beinvenen thrombose, Außerdem kann der Laborwert der D-Dimere zur Verlaufskontrolle einer Thrombolysetherapie eingesetzt werden. Das D-Dimer kann aber auch bei malignen (bösartigen) Tumor -Erkrankungen, nach Operationen im Zuge der Wundheilung, Leberzirrhose, Leukämien, bei weiteren schweren Erkrankungen oder in der Schwangerschaft erhöht sein. Es ist ein sensitiver, aber relativ unspezifischer Diagnoseparameter. Vor allem bei der Lungenembolie und der Beinvenenthrombose (TVT) haben die D-Dimere einen sehr hohen negativen prädiktiven Wert: Ist die Konzentration nicht erhöht, so können eine Lungenembolie bzw. TVT mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Die Sensitivität liegt bei >95 %, die Spezifität negative Vorhersagewert bei 95 %. Zur Ergänzung der Aussage können der Wells-Score oder der Geneva-Score herangezogen werden.

Wie kündigt sich eine Thrombose an?

Symptome einer venösen Thrombose – Thrombosen der tiefen Beinvenen entstehen am häufigsten am Unterschenkel. Hier können anhaltende, untypische Schmerzen, meist in der Wadenmuskulatur, das erste Symptom darstellen. Wenn die Thrombose wächst, was sie oft sprunghaft macht, und den Abfluss aus größeren Venen beeinträchtigt, tritt eine Schwellung hinzu.

Bei genauer Beobachtung bemerkt man eine leicht bläuliche Verfärbung an Unterschenkel und Fuß, die „Zyanose ». Ist die Kniekehlenvene oder eine weiter körperwärts gelegene Vene (Oberschenkel, Becken) vollständig verstopft, werden Schwellung und Zyanose deutlicher und die Schmerzen betreffen die Muskulatur diffus.

Das Blut fließt vermehrt über die Hautoberfläche ab und bringt die oberflächlichen Venen zu einer stärkeren Schwellung. Geschwollene Venen vor dem Schienbein lenkten früher oft erst die Aufmerksamkeit auf eine mögliche Thrombose und galten als „Warnvenen ».

Oft können die Patienten nicht mehr auftreten. Sie haben das Bedürfnis, ihr Bein hoch zu legen. Bei einer Beckenvenenthrombose ist das gesamte Bein geschwollen. Neben den „Warnvenen » gibt es weitere sog. klinische Thrombosezeichen: Das Payr-Zeichen (Druckschmerz an der Innenseite des Fußes), das Homanns-Zeichen (Wadenschmerzen bei Beugung des Fußes) oder das Meyer-Zeichen (Schmerz der Wade auf Druck, objektiver: beim Aufpumpen einer Blutdruckmanschette auf 60 mmHg).

Die klinischen Zeichen sind aber nur bei 50 % der Thrombosen vorhanden und können im Verdachtsfall niemals eine bildgebende Diagnostik ersetzen. Besonders heimtückisch ist, dass gerade die Thrombosen, die Lungenembolien hervorrufen, oft nur wenige oder gar keine Beschwerden am Bein hervorrufen.

  • Dass sich eine Thrombose am Ort des Entstehens löst und in die Lunge geschwemmt wird, liegt ja daran, dass sie wenig Kontakt mit der Gefäßwand hat und dort keine lokale Entzündung entsteht – diese würde unangenehme Schmerzen hervorrufen und helfen, die Thrombose aufzudecken.
  • Die Lungenembolie führt zu Luftnot bei Anstrengung, manchmal zu Schmerzen im Brustraum – wenn nämlich die Lunge geschädigt ist und sich das Rippenfell entzündet – oder zu plötzlichem Husten, gelegentlich mit blutigem Auswurf.

Gibt es für derartige Symptome keine Erklärung wie beispielsweise eine schwere Erkältung oder Grippe, müssen gleichzeitige auch minder schwere Beschwerden an einem Bein besonders ernst genommen werden. Zügig sollte man die Hausärztin oder den Hausarzt aufsuchen.

Wie entstehen D-Dimere?

D-Dimere entstehen als Abbauprodukte des Fibrins. Sie sind nicht krankheitsspezifisch und zeigen nur die Präsenz von Fibrin an, das zu Fibrinfragmenten im Rahmen der Fibrinolyse abgebaut wird. Rückschlüsse auf den Ort und die Ursache der vorangegangenen Fibrinbildung sind nicht möglich.

Wie merkt man dass man eine Lungenembolie hat?

Eine Lungenembolie entsteht, wenn ein Blutgerinnsel ein Blutgefäß in der Lunge verstopft. Typische Anzeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, Schwindel, Benommenheit und Herzrasen. Eine schwere Lungenembolie kann lebensbedrohlich sein und muss möglichst schnell im Krankenhaus behandelt werden.

Kann der Hausarzt eine Thrombose erkennen?

Der Arzt, am besten ein Gefäßmediziner, untersucht die Venen zunächst per Ultraschall. Auf dem Bild sind in den meisten Fällen die Beinvenen gut zu sehen, so dass die Beinvenenthrombose erkannt oder ausgeschlossen werden kann. Sind in seltenen Fällen nicht alle Abschnitte der Beinvenen mit dem Ultraschall zu beurteilen, kann eine Phlebographie notwendig sein – eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel.

  • Das Kontrastmittel wird in eine oberflächliche Hautvene des Fußrückens gespritzt und macht das Blutgerinnsel auf dem Röntgenbild sichtbar.
  • Bei der Untersuchung der Beckenvenen und der unteren Hohlvene sind auch die Computertomographie und die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) verlässliche Methoden, eine Thrombose zu diagnostizieren.

Patienten mit Implantaten aus Metall oder Herzschrittmachern können jedoch nicht per MRT untersucht werden.

Wie funktioniert ein D-Dimere Schnelltest?

TESTPRINZIP Der D-Dimer Schnelltest (Vollblut/Plasma) weist D-Dimer mittels visueller Interpretation der Farbentwicklung auf dem Teststreifen nach. Im Testlinienbereich der Membran sind Antikörper gegen D-Dimer, im Kontrolllinienbereich anti-Maus Antikörper aufgebracht.

Wie erkenne ich eine Thrombose in den Beinen?

Symptome der Thrombose erkennen – Ein erster Hinweis auf eine etwaige Thrombose sind Beschwerden, die nur an einem Bein auftreten – im Unterschied etwa zu, der meist beide Beine betrifft. Typische Anzeichen einer Thrombose sind:

  • wiederholt unerklärlich starke Schmerzen im Bein
  • Schwellung eines Beins
  • unterschiedlich warme Beine
  • Hitzegefühl in einem Bein
  • bläuliche Verfärbung an einem Bein
  • starke Schmerzen beim Auftreten

Wie lange dauert es bis eine Thrombose gefährlich wird?

9.Die Gefahren und Langzeitfolgen einer Thrombose – Viele Thrombosen lösen sich von selbst auf, noch bevor der Betroffene diese überhaupt bemerkt. Somit sind nicht alle Thrombosen gefährlich oder ein Fall für den Arzt. Gefährlich sind Thrombosen dann, wenn sie die ersten Symptome auslösen, seien diese zunächst noch so klein und harmlos wirkend.

  • Thrombosen sind dann am gefährlichsten, wenn sie Adern verschließen, in Organen stattfinden oder zu diesen hinwandern.
  • So können Thrombosen Embolien auslösen, welche ihrerseits Herzinfarkte und Schlaganfälle nach sich ziehen.
  • Die wichtigste Langzeitfolge der aufgelösten, tiefen Beinvene, ist das postthrombotische Syndrom,

Bei diesem ist der Rückflussmechanismus, durch einen durch die Abheilung verursachten Entzündungsprozess der Vene, zerstört worden, Etwa 50 Prozent der Thrombose-Patienten sind von dieser Langzeitfolge betroffen. Die Thrombose selbst ist so lange gefährlich, wie sie vorhanden ist.

Wo Schmerzen im Fuß bei Thrombose?

Thrombose: Symptome, Ursachen und Behandlung Sie sind hier:

Häufigste Lokalisationen: der Beine (vor allem Unterschenkel), des Beckens oder der Arme, obere oder untere, Typische Symptome: Schwellung, Rötung, Überwärmung, Schmerzen und Spannungsgefühl, Fieber, beschleunigter Puls. Untersuchungen:, Phlebografie (« Venen-Röntgen »),, (, Gerinnungsfaktoren). Behandlung: oder Kompressionsstrümpfe, Hochlagerung, gerinnungshemmende Medikamente, Thrombektomie (OP). Gefahren: (Lungenarterienverschluss), Gefäß- und Gewebeschäden (Postthrombotisches Syndrom). Sonderform: (Analvenenthrombose).

Es gibt eine Reihe sehr typischer Anzeichen für eine Thrombose. Je nachdem, wo sich das Gerinnsel gebildet hat, unterscheiden sich die Symptome teilweise.

Dr. med. Hans-Ulrich Voigt, Facharzt Dermatologie, Phlebologie, Allergologie Dr. med. Hans-Ulrich Voigt Am häufigsten entstehen Thrombosen in den Venen im Bein. Die Anzeichen dafür können gering sein oder ganz fehlen. Typisch sind Schmerzen beim Auftreten, beim Strecken der Wade sowie bei Druck auf Wade und Fußsohle. Bei ausgeprägten Thrombosen schwillt das Bein manchmal an oder zeigt eine bläulich-rote Verfärbung. Dr. med. Hans-Ulrich Voigt Lassen Sie Ihr individuelles Thromboserisiko von Ihrem Internisten bestimmen. Risikopatienten sollten Thrombosestrümpfe tragen und auf die Pille verzichten. Auch bei Langstreckenflügen, nach orthopädischen Operationen und bei bettlägerigen Personen ist das Thromboserisiko erhöht, achten Sie hier auf ausreichend Bewegung. Dr. med. Hans-Ulrich Voigt Die größte Gefahr ist, dass sich ein Stück des Blutgerinnsels löst, in die Lungenblutgefäße gelangt und diese verschließt. Die sogenannte Lungenembolie äußert sich durch schnellen Puls, Kurzatmigkeit oder Atemnot und manchmal auch Schwindel. Dr. med. Hans-Ulrich Voigt, Facharzt Dermatologie, Phlebologie, Allergologie

Wie hoch sind D-Dimere bei Embolie?

Übertragbarkeit auf stationäres Setting ungewiss – Bei geringer beziehungsweise mäßiger klinischer Wahrscheinlichkeit und einer D-Dimer-Konzentration von weniger als 1000 beziehungsweise 500 ng pro Milliliter ist eine Lungenembolie nahezu ausgeschlossen, so das Fazit der kanadischen Experten.

Welche Blutwerte deuten auf Lungenembolie?

Diagnose per Computertomografie – Die einzige Möglichkeit, eine Lungenembolie sicher zu erkennen, ist eine kontrastmittelgestützte Computertomografie (CT-Angiografie). Sie zeigt, ob eine Lungenarterie durch ein Gerinnsel verstopft ist, sodass das Blut einen Teil der Lunge nicht mehr erreichen kann.

Welche Blutwerte deuten auf eine Thrombose hin?

D-Dimer-Test liefert weitere Hinweise – In der deutschen Leitlinie wird empfohlen, bei Thrombose-Verdacht zunächst mit dem Wells-Test die klinische Wahrscheinlichkeit zu bestimmen. Ist die Wahrscheinlichkeit für eine TVT danach nicht hoch, sollte zur weiteren Klärung der D-Dimer-Wert im Blut bestimmt werden.

  1. Damit lassen sich Fibrin-Spaltprodukte nachweisen.
  2. Bei einer Blutkonzentration von unter 500 µg/l gilt eine Thrombose als sehr unwahrscheinlich.
  3. Den Test gibt es auch als Schnell-Test (etwa SimpliRed®).
  4. Das Ergebnis ist in zwei Minuten da.
  5. Sind bei einem Patienten Wells-Test und D-Dimer-Test negativ, ist eine Thrombose nahezu ausgeschlossen, sagte Dr.

Iris Weingard, Praktische Ärztin und Phlebologin aus Freiburg. Eine weitere Diagnostik oder Therapie sei dann nicht erforderlich. Ist der D-Dimer-Test jedoch positiv, sollte zur weiteren Diagnostik sonografisch untersucht werden. Dasselbe gilt für Patienten, bei denen die klinische Wahrscheinlichkeit für eine TVT nach dem Wells-Test hoch ist.

  1. Im konventionellen Ultraschall zeigen sich bei TVT etwa aufgeweitete und nicht komprimierbare Venen.
  2. Per Duplex-Sonografie lässt sich darin häufig kein Blutfluss messen.
  3. Mitunter seien der Thrombus selbst oder Aussparungen im Gefäß erkennbar, berichtet Weingard.
  4. Ältere Thromben haben eine hohe Echodichte, frische Thromben dagegen sind echoarm.

« Bei unklarem Sonografie-Befund sollte eine Phlebografie veranlasst werden. Damit sind Kollegen auf der sicheren Seite », so Weingard. Zudem müssten die Patienten über Risiken wie eine Lungenembolie aufgeklärt werden. Von fester Bettruhe bei Patienten mit TVT werde – unabhängig von der Lokalisation – in Leitlinien mittlerweile abgeraten.

  1. Bei sicherer Diagnose müsse sofort eine stationäre oder ambulante Therapie beginnen.
  2. Für eine ambulante Behandlung seien jedoch eine gut funktionierende Logistik und viel Erfahrung nötig, so Weingard.
  3. Sofort könne in der Praxis mit einer Antikoagulation mit einem niedermolekularen Heparin begonnen werden.

Bereits am ersten oder zweiten Tag sollten die Patienten dann überlappend Phenprocoumon bekommen. Das langfristige Ziel der oralen Antikoagulation ist ein INR-Wert von 2,0 bis 3,0. Die INR (International Normalized Ratio) wird aus dem Vergleich der Thromboplastinzeit des Patientenplasmas mit der Thromboplastinzeit eines Referenzplasmas berechnet.

Wie schnell sinken D-Dimere?

Publication History – Publication Date: 31 December 2001 (online) Frage: Was würden Sie unternehmen wenn der D-Dimer-Wert (Normalwert: 250 µg/l) einer Patientin bei 2760 µg/l liegt? Lungenembolie und Thrombose wurden durch Thoraxaufnahmen und Venendoppler ausgeschlossen. Die anderen Gerinnungsfaktoren (Antithrombin-III, partielle Thromboplastinzeit) liegen in ihren Normalbereichen.

EKG (Langzeit-EKG und Belastungs-EKG) waren auch normal. Blutdruck und Puls lagen bei Messung in den Normalwerten. Im Bereich der Halsvenen war auch nichts Auffälliges zu finden. Die Patientin klagt über Schwindel (manchmal mit vorherigem Erbrechen). Der D-Dimer-Wert sinkt nur sehr langsam. Nach 2 Monaten liegt dieser immer noch bei 650 µg/l.

Bei jetziger Menstruation liegt dieser wieder bei 2045 µg/l. Antwort: D-Dimere fallen als charakteristisches Element bei der Spaltung quervernetzten Fibrins an. Fibrin wird durch den Faktor XIIIa hauptsächlich an den Gefäßwänden quervernetzt. Die primäre Hyperfibrinolyse ohne begleitende Gerinnungsaktivierung lässt sich von der sekundären Hyperfibrinolyse aufgrund Gerinnselbildung durch das Auftreten von D-Dimeren abgrenzen.

Zunächst hochmolekulare Fibrinelemente mit verschiedenen Anteilen von D-Dimeren werden durch weiteren Abbau zu D-Dimere mit einem Molekulargewicht von 180 kD zerlegt. Die physiologische Halbwertszeit der D-Dimere beträgt etwa 8 Stunden. Die Bestimmung der D-Dimere wird hauptsächlich in der Diagnostik tiefer Beinvenenthrombosen und der akuten wie rezidivierenden Lungenembolie genutzt.

Bei Patienten mit Thrombosen oder thromboembolischen Komplikationen findet sich der Spiegel zu 90 % erhöht. Jedoch nur bei 35 % der Patienten mit normalem Pulmonalisangiogramm wurden auch normale Spiegel der D-Dimere gefunden. Erhöhte D-Dimere sind jedoch nicht spezifisch für ein thromboembolisches Problem.

Die Spezifität mittels ELISA gemessener D-Dimer-Spiegel wird mit nur 39 % angegeben, die Sensitivität mit 98 %. Normale Spiegel können demnach diagnostisch als Ausschlusskriterium für eine Lungenembolie gewertet werden. Wichtig ist die Bestimmung mittels ELISA. Nur diese Methodik liefert zuverlässige Werte.

Bei wenige Tage zurückliegender Thrombose oder Embolie werden allerdings 5-10 % falsch negative Werte gemessen. Daher sollte bei dringendem klinischen Verdacht weitere Diagnostik trotz negativer D-Dimere erfolgen. Die Spezifität des Tests ist niedrig, weil alle Erkrankungen oder Zustände, die mit einer Mikrothrombenbildung und reaktiven Fibrinolyse einhergehen, erhöhte D-Dimer-Spiegel zeigen.

So finden sich erhöhte Werte bei einer disseminierten intravasalen Gerinnung. Hier kann die Bestimmung zur Früherkennung oder Verlaufsbeurteilung eine Rolle spielen. Tumorerkrankungen führen vielfach zu einer Wundheilungsreaktion und Fibrinbildung sowie einer damit verbundenen erhöhten Fibrinolyse, die zu einer vermehrten Freisetzung von D-Dimeren führt.

Schließlich steigt die Konzentration auch infolge einer fibrinolytischen Therapie an. Ein erhöhter D-Dimer-Spiegel als isolierter Befund sollte keine aufwändige Diagnostik nach sich ziehen. Vielmehr die Anamnese und klinische Befunde sind wesentlich für Indikationsstellungen zu weiterführender Differenzialdiagnostik.

  1. Die Echokardiographie kann die akute Rechtsherzbelastung bei akuter Lungenembolie nachweisen.
  2. Bei Normalbefund oder chronischer Rechtsherzbelastung müssen weitere diagnostische Schritte erfolgen.
  3. Hierzu gehören eine Ventilations-/Perfusionsszintigraphie, das Angio-CT oder invasive Diagnostik mittels Rechtsherzkatheter und/oder Angiographie.

Das Vorgehen ist abhängig vom Zustand des Patienten und der Diagnosewahrscheinlichkeit zu wählen Eine Lungenembolie sollte bei entsprechendem Verdacht möglichst sicher ausgeschlossen werden. Thoraxaufnahmen und Beinvenendopplersonographie sind hier nicht ausreichend.